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Rechner

Zinseszins-Rechner

Vermögensaufbau mit Sparraten, inflationsbereinigt.

Was es macht. Zinseszins entsteht, wenn Erträge im Kapital bleiben und selbst wieder Erträge erwirtschaften. Das Wachstum ist dadurch exponentiell statt linear. Dieses Werkzeug rechnet mit Startkapital, regelmäßiger Sparrate und wahlweise mit Inflationsbereinigung — die Zahl, die tatsächlich zählt.
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So benutzt du Zinseszins-Rechner

  1. Gib Startkapital, monatliche Sparrate, erwartete Rendite und Laufzeit ein.
  2. Ergänze eine Inflationsannahme, um die reale Kaufkraft zu sehen.
  3. Vergleich Einzahlungen, Erträge und Endkapital in der Aufstellung.

Warum die Kurve spät steil wird

Zinseszins wirkt lange unauffällig und dann sehr deutlich. Der Grund ist, dass jeder Ertrag die Basis für den nächsten vergrößert.

Bei 200 € monatlich und 6 Prozent Rendite stehen nach zehn Jahren rund 32.800 € — davon 24.000 eingezahlt und 8.800 Ertrag. Nach zwanzig Jahren sind es 90.900 €, bei 48.000 Einzahlung. Nach dreißig Jahren 196.900 € bei 72.000 Einzahlung.

Der Anteil der Erträge steigt also von 27 auf 47 auf 63 Prozent. Die letzten zehn Jahre bringen mehr als die ersten zwanzig zusammen — und genau deshalb ist der Beginn wichtiger als die Höhe der Rate.

Was die Steuer davon nimmt

Auf Kapitalerträge fällt in Deutschland Abgeltungsteuer an, und in einer Langfristrechnung ist das kein Randposten.

25 Prozent plus Solidaritätszuschlag, mit Kirchensteuer zusammen rund 26,4 bis 28 Prozent. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € je Person bleiben Erträge steuerfrei — bei einem größeren Depot ist der schnell ausgeschöpft.

Bei thesaurierenden Fonds greift zusätzlich die Vorabpauschale: Ein fiktiver Mindestertrag wird jährlich besteuert, auch ohne Verkauf. Sie wird beim späteren Verkauf angerechnet, verringert aber zwischenzeitlich das arbeitende Kapital.

Dem gegenüber steht die Teilfreistellung: Bei Aktienfonds mit mindestens 51 Prozent Aktienquote bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Wer langfristig rechnet, sollte mit einer effektiven Steuerlast von grob 20 bis 25 Prozent auf die Erträge kalkulieren statt mit null.

Welche Rendite darf man annehmen?

Die Annahme ist die wichtigste Eingabe und die unsicherste. Eine zu optimistische Zahl macht die ganze Rechnung wertlos.

Als Anhaltspunkte: Tagesgeld liegt langfristig nahe der Inflationsrate, also real bei etwa null. Breit gestreute Aktienindizes haben über sehr lange Zeiträume real rund 5 bis 7 Prozent gebracht — nominal also je nach Inflation 7 bis 9. Anleihen liegen dazwischen.

Entscheidend ist das Wort „langfristig". Über zehn Jahre kann ein Aktienmarkt auch real negativ abschneiden; die genannten Werte sind Durchschnitte über Jahrzehnte mit erheblichen Ausschlägen dazwischen.

Rechne deshalb mit einer konservativen Annahme und betrachte alles darüber als Zugabe. Eine Rechnung mit 9 Prozent, die bei 5 landet, verfehlt das Ziel um mehr als die Hälfte.

Häufige Fragen

Was ist Zinseszins?

Erträge, die im Kapital bleiben und selbst Erträge erwirtschaften. Dadurch wächst das Vermögen exponentiell statt linear.

Wie wichtig ist ein früher Start?

Wichtiger als die Höhe der Rate. Die letzten zehn Jahre einer dreißigjährigen Ansparphase bringen mehr als die ersten zwanzig.

Ist die Rendite vor oder nach Steuern?

Der Rechner arbeitet vor Steuern. Rechne bei Kapitalerträgen mit grob 20 bis 25 Prozent effektiver Belastung.

Warum inflationsbereinigt rechnen?

Weil nur die Kaufkraft zählt. 200.000 € in dreißig Jahren entsprechen bei 2 Prozent Inflation rund 110.000 € heute.

Welche Rendite soll ich annehmen?

Konservativ. Real 5 Prozent für breit gestreute Aktien ist eine vertretbare Annahme, 9 Prozent nicht.

Werden meine Zahlen gesendet?

Nein, alles bleibt in diesem Tab.

Ratgeber zu Zinseszins-Rechner