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Beruf

Bewerbungs-Tracker

Bewerbungen erfassen, auch als Nachweis der Eigenbemühungen.

Was es macht. Dieser Tracker erfasst deine Bewerbungen mit Status, Datum und Ansprechpartner. Für Empfänger von Arbeitslosengeld hat er einen zweiten Zweck: Die Agentur für Arbeit verlangt einen Nachweis der Eigenbemühungen, und der Export liefert genau diese Übersicht.
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So benutzt du Bewerbungs-Tracker

  1. Leg für jede Bewerbung Unternehmen, Stelle, Datum und Kanal an.
  2. Pflege den Status — beworben, Rückmeldung, Gespräch, Absage, Zusage.
  3. Exportier die Liste als PDF oder CSV, etwa für den Nachweis.

Eigenbemühungen nachweisen

Wer Arbeitslosengeld bezieht, muss sich nachweislich um Arbeit bemühen. Die Eingliederungsvereinbarung legt fest, wie viele Bewerbungen in welchem Zeitraum erwartet werden — häufig sind es einige pro Monat, verbindlich ist aber nur, was in deiner Vereinbarung steht.

Der Nachweis wird bei Bedarf verlangt, oft zum Beratungstermin. Wer nicht nachweisen kann, was er unternommen hat, riskiert eine Sperrzeit — und die Beweislast liegt bei dir.

Sinnvoll dokumentiert werden: Datum, Unternehmen, Stelle, Art der Bewerbung, Ansprechpartner und die Rückmeldung. Bewahr zusätzlich die Absagen auf; sie sind der stärkste Beleg, weil sie von der Gegenseite stammen.

Als Eigenbemühung zählen nicht nur Bewerbungen, sondern auch Initiativbewerbungen, Jobmessen, Vorstellungsgespräche und Beratungen. Erfass sie mit.

Was Nachfassen bringt

Ein großer Teil der Bewerbungen bleibt unbeantwortet. Nachfassen ist üblich und wird selten als aufdringlich empfunden.

Der übliche Rhythmus: Eingangsbestätigung nach wenigen Tagen; keine Rückmeldung nach zwei bis drei Wochen — dann eine kurze, freundliche Nachfrage per E-Mail oder Telefon; nach einer weiteren Absage-losen Woche gilt die Bewerbung praktisch als erledigt.

Im deutschen Kontext ist der Anruf oft wirksamer als die dritte E-Mail, besonders im Mittelstand und im Handwerk. Der Ansprechpartner aus der Anzeige ist dafür der richtige Adressat.

Der Tracker markiert Bewerbungen, bei denen die übliche Frist überschritten ist, damit sie nicht untergehen.

Wo die Daten liegen

Die Liste bleibt in deinem Browser gespeichert. Sie geht nicht an einen Server, und es gibt kein Konto.

Das hat eine Konsequenz, die du kennen musst: Wenn du die Browserdaten löschst, den privaten Modus verwendest oder das Gerät wechselst, ist die Liste weg. Bei einem Nachweis, der über Monate geführt wird, ist das ein echtes Risiko.

Exportier deshalb regelmäßig — einmal im Monat genügt — und leg die Datei dorthin, wo auch deine übrigen Bewerbungsunterlagen liegen.

Der CSV-Export lässt sich in Excel oder LibreOffice öffnen; das PDF ist für die Vorlage bei der Agentur gedacht und enthält die Angaben in der üblichen Reihenfolge.

Häufige Fragen

Wie viele Bewerbungen muss ich nachweisen?

Was in deiner Eingliederungsvereinbarung steht. Eine allgemeine gesetzliche Zahl gibt es nicht.

Was passiert ohne Nachweis?

Es droht eine Sperrzeit. Die Beweislast für deine Bemühungen liegt bei dir.

Zählen Initiativbewerbungen?

Ja, ebenso Jobmessen, Gespräche und Beratungen. Erfass sie mit.

Wann sollte ich nachfassen?

Nach zwei bis drei Wochen ohne Rückmeldung. Ein Anruf wirkt oft besser als die dritte E-Mail.

Wo werden die Daten gespeichert?

Nur in deinem Browser. Beim Löschen der Browserdaten sind sie weg — exportier regelmäßig.

Brauche ich ein Konto?

Nein.