Taille-Größe-Verhältnis
Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße.
Gesundheit & Zuhause
Dachneigung in Grad und Prozent.
Das ist der Begriff, der in Deutschland über die Dachdeckung entscheidet, und er ist im Ausland weitgehend unbekannt.
Jede Deckungsart hat eine Regeldachneigung — die Mindestneigung, bei der sie ohne zusätzliche Maßnahmen als regensicher gilt.
Bei Tondachziegeln liegt sie je nach Modell häufig um 22 Grad, bei manchen Falzziegeln niedriger, bei Biberschwanzdeckung deutlich höher. Der Hersteller gibt sie für jedes Produkt an, und diese Angabe ist maßgeblich.
Wird die Regeldachneigung unterschritten, ist die Deckung nicht verboten — sie erfordert aber Zusatzmaßnahmen: ein regensicheres Unterdach, verklebte Nähte, erhöhte Überdeckung.
Das ist kein Formalismus. Bei flacher Neigung drückt Wind Regen und Schnee unter die Ziegel, und ohne Unterdach landet das Wasser im Dachstuhl.
Auch die Nutzung wirkt sich aus: Ein ausgebautes Dachgeschoss und geringe Neigung erhöhen die Anforderungen gegenüber einem unbeheizten Spitzboden.
| Neigung | Bezeichnung |
|---|---|
| bis 5° | Flachdach |
| 5° – 22° | flach geneigtes Dach |
| 22° – 45° | geneigtes Dach, üblicher Bereich |
| über 45° | Steildach |
| über 60° | als Wandfläche behandelt |
Eine Verwechslung, die zu erheblichen Fehlern führt.
Grad ist der Winkel. Prozent ist das Verhältnis von Höhe zu waagerechter Länge, mal hundert.
Bei 45 Grad beträgt die Neigung 100 Prozent — Höhe gleich Länge. Das überrascht viele, die 100 Prozent für senkrecht halten.
Bei 30 Grad sind es etwa 58 Prozent, bei 22 Grad etwa 40 Prozent.
Im Dachbau wird meist in Grad gerechnet, im Straßen- und Tiefbau in Prozent. Bei Herstellerangaben immer prüfen, welche Einheit gemeint ist.
Für die Dachfläche gilt: Sie ist immer größer als die Grundfläche. Bei 30 Grad etwa 15 Prozent größer, bei 45 Grad rund 41 Prozent. Wer Material nach Grundfläche bestellt, hat zu wenig.
Die Neigung entscheidet über mehr als die Optik.
Schneelast: Flachere Dächer tragen mehr Schnee, weil er liegen bleibt. Die anzusetzende Schneelast richtet sich nach der Schneelastzone und der Geländehöhe, und beides ist regional sehr unterschiedlich — im Alpenvorland ein Vielfaches der norddeutschen Werte.
Photovoltaik: Für den Ertrag in Deutschland gilt eine Neigung um 30 bis 35 Grad bei Südausrichtung als günstig. Ost-West-Anlagen liefern gleichmäßiger über den Tag, in der Summe etwas weniger.
Dachausbau: Erst ab etwa 35 Grad entsteht nutzbarer Raum unter der Schräge in nennenswerter Breite. Bauordnungsrechtlich ist für Aufenthaltsräume eine Mindesthöhe über einem Teil der Grundfläche erforderlich, und die Anforderungen unterscheiden sich je nach Landesbauordnung.
Und der Bebauungsplan: In vielen Gemeinden schreibt er Dachform und Neigungsbereich vor. Vor der Planung lohnt der Blick in den Bebauungsplan, sonst wird die Wunschneigung nicht genehmigt.
Diese Seite hilft beim Rechnen und ersetzt keine Planung durch eine Fachperson.
Die Mindestneigung, bei der eine Deckung ohne Zusatzmaßnahmen regensicher ist. Der Hersteller gibt sie je Produkt an.
Dann sind Zusatzmaßnahmen nötig, vor allem ein regensicheres Unterdach.
Genau 100 Prozent — Höhe gleich waagerechte Länge.
Bei 30 Grad etwa 15 Prozent, bei 45 Grad rund 41 Prozent größer als die Grundfläche.
In Deutschland etwa 30 bis 35 Grad bei Südausrichtung.
Nein.