Kreditrechner
Monatsrate, Zinskosten, Tilgungsplan und Restschuld nach Zinsbindung.
Rechner
Kaufkraft über die Jahre vergleichen.
Die Zahl, die monatlich in den Nachrichten steht, hat eine konkrete Grundlage.
Das Statistische Bundesamt erhebt monatlich die Preise eines festgelegten Warenkorbs, der den durchschnittlichen Konsum der Haushalte in Deutschland abbilden soll.
Jede Gütergruppe hat ein Gewicht nach ihrem Anteil an den Ausgaben. Wohnen und Energie wiegen schwer, Bekleidung deutlich weniger.
Der Warenkorb wird regelmäßig überarbeitet, weil sich Konsumgewohnheiten ändern. Deshalb sind sehr lange Vergleiche über viele Jahrzehnte mit Vorsicht zu genießen.
Neben dem nationalen Index gibt es den harmonisierten Verbraucherpreisindex, der europaweit vergleichbar berechnet wird und auf den sich die Europäische Zentralbank bezieht. Die beiden Werte weichen leicht voneinander ab.
Und für Deutschland ein eigener Punkt: Der Index bildet die Preisentwicklung ab, nicht Wechsel des Kaufverhaltens. Wer wegen gestiegener Preise auf günstigere Produkte ausweicht, spürt eine andere Belastung, als der Index ausweist.
Die amtliche Rate beschreibt einen Durchschnittshaushalt, den es so nicht gibt.
Wer zur Miete in einer Großstadt wohnt und viel pendelt, erlebt eine andere Preisentwicklung als jemand mit abbezahltem Haus auf dem Land.
Das war 2022 und 2023 besonders deutlich sichtbar: Bei stark gestiegenen Energiepreisen traf es Haushalte mit Gasheizung und weiten Wegen härter als andere, obwohl beide dieselbe amtliche Rate lasen.
Auch Haushalte mit Kindern haben ein anderes Ausgabenprofil als Alleinstehende oder Rentner.
Wenn du wissen willst, wie stark es dich trifft, hilft am ehesten der Blick in die eigenen Ausgaben der letzten zwei Jahre.
Beachte außerdem: Eine sinkende Inflationsrate bedeutet nicht sinkende Preise, sondern nur einen langsameren Anstieg. Preise fallen nur bei Deflation, und das ist selten.
Hier wird der Rechner praktisch.
Geld auf dem Girokonto verliert real an Wert, solange die Verzinsung unter der Inflationsrate liegt. Bei zwei Prozent Inflation und null Zinsen sind aus 10.000 Euro nach zehn Jahren rund 8.200 Euro heutiger Kaufkraft geworden.
Entscheidend ist deshalb der Realzins: Nominalzins minus Inflation. Nur wenn er positiv ist, wächst dein Vermögen tatsächlich.
Bei Kapitalerträgen kommt noch die Abgeltungsteuer dazu. Real bleibt also weniger übrig, als die Nominalrendite verspricht — und in Phasen niedriger Zinsen mit spürbarer Inflation kann die Steuer auf einen nominalen Gewinn anfallen, der real ein Verlust ist.
Bei Krediten wirkt Inflation in die andere Richtung: Die Restschuld ist ein fester nominaler Betrag und verliert real an Gewicht.
Für die Altersvorsorge ist das der wichtigste Punkt überhaupt. Über dreißig oder vierzig Jahre entscheidet die Inflation stärker über deinen Lebensstandard als die meisten anderen Faktoren, und deshalb sollte jede Vorsorgeplanung in heutiger Kaufkraft gerechnet werden.
Das Statistische Bundesamt anhand eines festgelegten Warenkorbs.
Der Index beschreibt einen Durchschnittshaushalt. Miete, Pendeln und Energie verschieben das Bild stark.
Nein. Eine sinkende Rate heißt nur, dass die Preise langsamer steigen.
Nominalzins minus Inflation. Nur wenn er positiv ist, wächst dein Vermögen wirklich.
Ja, die feste Restschuld verliert real an Gewicht.
Nein.