Alle Tools laufen in deinem Browser — deine Dateien verlassen nie dein Gerät.
All tools154

Bild

Bild unkenntlich machen

Gesichter, Kennzeichen und Daten schwärzen.

Was es macht. Dieses Werkzeug macht Teile eines Fotos unkenntlich — Gesichter, Kennzeichen, Adressen, Kontodaten. Das ist nicht nur höflich: Das Bild einer erkennbaren Person ist in Deutschland gleich doppelt geschützt, durch das Recht am eigenen Bild und durch die DSGVO.
Läuft im BrowserKein UploadKeine AnmeldungFunktioniert offline

So benutzt du Bild unkenntlich machen

  1. Wähl dein Foto.
  2. Zieh einen Rahmen über das, was weg soll, und wähl Weichzeichner oder Fläche.
  3. Prüf in Originalgröße und lad das Bild herunter.

Recht am eigenen Bild und DSGVO

Deutschland schützt das Bild von Personen auf zwei Wegen, und die meisten kennen nur einen.

Der erste ist das Recht am eigenen Bild aus § 22 des Kunsturhebergesetzes. Bildnisse dürfen grundsätzlich nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Das Gesetz stammt von 1907 und gilt weiter.

Der zweite ist die DSGVO, denn ein erkennbares Gesicht ist ein personenbezogenes Datum und die Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage.

Beide greifen nebeneinander. Ein Unternehmen, das ein Mitarbeiterfoto ohne Einwilligung veröffentlicht, kann sich beidem gegenübersehen.

§ 23 KunstUrhG kennt Ausnahmen — Personen als Beiwerk, Versammlungen, Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte —, aber sie werden eng ausgelegt und decken kein Gruppenfoto auf der Firmenwebsite.

Bei Kindern ist die Einwilligung der Sorgeberechtigten nötig, und der Maßstab ist strenger.

Was vor dem Veröffentlichen weg muss

Ein Foto im Netz enthält oft mehr identifizierende Information, als der Fotograf denkt.

Erkennbare Gesichter, aus den genannten Gründen.

Kfz-Kennzeichen: Sie führen zu einer Person und sind damit ein personenbezogenes Datum. Auf Unfallfotos, Parkplatzsituationen und Verkaufsanzeigen gehören sie abgedeckt.

Dazu: Hausnummern zusammen mit einem Straßenschild, Post mit Name und Anschrift, Bildschirme mit offenen Daten, Namensschilder und Dienstausweise.

Auf Fotos von Dokumenten: IBAN, Steuer-Identifikationsnummer, Sozialversicherungsnummer.

Weichzeichner oder Fläche — kein gleichwertiger Ersatz

Der Unterschied in der Verlässlichkeit ist real.

Ein schwacher Weichzeichner lässt sich teilweise zurückrechnen. Bei Text mit begrenzten Möglichkeiten — einem Kennzeichen, einer vierstelligen Zahl — kann aus einem leicht verwischten Bild mit Rechenleistung das Original angenähert werden. Das ist keine Theorie, dafür gibt es veröffentlichte Fälle.

Eine deckende Fläche oder ein schwarzer Balken sind dagegen verlässlich. Da ist keine Information mehr zu holen.

Faustregel: Für alles, was wirklich nicht gelesen werden darf — eine Nummer, ein Name, eine Adresse — nimm eine Fläche. Für ein Gesicht in einem Stimmungsbild reicht ein kräftiger Weichzeichner in der Praxis, wenn du ihn wirklich kräftig setzt.

Prüf in Originalgröße, nicht auf der Miniatur: Was klein unleserlich wirkt, liest sich beim Hineinzoomen oft doch.

Und vergiss den Rest der Datei nicht: Ein verpixeltes Gesicht nützt wenig, wenn die GPS-Koordinaten der Wohnung noch in den Metadaten stehen. Die entfernst du separat.

Häufige Fragen

Muss ich Gesichter unkenntlich machen?

Für eine Veröffentlichung grundsätzlich ja. Das Recht am eigenen Bild und die DSGVO greifen beide.

Sind Kennzeichen personenbezogene Daten?

Ja, sie führen zu einer Person. Vor dem Veröffentlichen abdecken.

Reicht Weichzeichnen?

Für ein Gesicht ja, wenn es kräftig ist. Für Ziffern und Text nicht — dort gehört eine deckende Fläche hin.

Lässt sich Weichzeichnen rückgängig machen?

Bei schwachem Weichzeichner und wenigen Möglichkeiten teils ja. Eine Fläche nie.

Was gilt bei Kindern?

Die Einwilligung der Sorgeberechtigten ist nötig, und der Maßstab ist strenger.

Wird mein Foto hochgeladen?

Nein.