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Gehalt & Steuern

Körperschaftsteuer-Rechner

Steuerlast einer GmbH aus Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Was es macht. Eine GmbH zahlt 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, zusammen 15,825 %, sowie Gewerbesteuer. Diese ergibt sich aus der Steuermesszahl von 3,5 % multipliziert mit dem Hebesatz der Gemeinde. Die Gesamtbelastung liegt je nach Standort typischerweise zwischen 22,8 % und 33 %.
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So benutzt du Körperschaftsteuer-Rechner

  1. Gib den zu versteuernden Gewinn der Gesellschaft ein.
  2. Trag den Gewerbesteuer-Hebesatz deiner Gemeinde ein.
  3. Lies Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und die Gesamtbelastung ab.

Zwei Steuern auf denselben Gewinn

Anders als bei Einzelunternehmern gibt es für Kapitalgesellschaften keine Anrechnung der Gewerbesteuer. Beide Steuern fallen nebeneinander an, und die Gewerbesteuer ist zudem nicht als Betriebsausgabe abziehbar.

Zwei Steuern auf denselben Gewinn
HebesatzGewerbesteuerKörperschaftsteuer mit SoliGesamtbelastung
200 % (Mindestsatz)7,00 %15,825 %22,83 %
350 %12,25 %15,825 %28,08 %
400 % (verbreitet)14,00 %15,825 %29,83 %
490 % (München)17,15 %15,825 %32,98 %
520 % (einige Großstädte)18,20 %15,825 %34,03 %

Die Spanne von rund elf Prozentpunkten ist der Grund, warum der Sitz einer Gesellschaft steuerlich relevant ist. Der gesetzliche Mindesthebesatz von 200 % wurde eingeführt, um reine Steueroasen-Gemeinden zu verhindern. Anders als Einzelunternehmen hat eine GmbH keinen Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 € — sie zahlt ab dem ersten Euro Gewerbeertrag.

Was passiert bei der Ausschüttung

Die Gesamtsteuerlast endet nicht bei der Gesellschaft. Wird der Gewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet, fällt dort erneut Steuer an.

Bei natürlichen Personen im Privatvermögen greift die Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer. Rechnet man beide Ebenen zusammen, liegt die Gesamtbelastung ausgeschütteter Gewinne bei rund 48 %.

Thesaurierte, also einbehaltene Gewinne bleiben dagegen bei rund 30 %. Das ist der zentrale Vorteil der Kapitalgesellschaft gegenüber dem Einzelunternehmen: Wer Gewinne im Unternehmen belässt, um zu investieren, zahlt deutlich weniger als ein Einzelunternehmer mit Spitzensteuersatz.

Hält eine Kapitalgesellschaft Anteile an einer anderen, sind Dividenden zu 95 % steuerfrei — die verbleibenden 5 % gelten pauschal als nicht abziehbare Betriebsausgaben. Das ermöglicht Holdingstrukturen, in denen Gewinne mit sehr geringer Belastung weitergereicht werden.

Geschäftsführergehalt statt Ausschüttung

Ein Gehalt an den Gesellschafter-Geschäftsführer ist Betriebsausgabe und mindert den Gewinn. Es unterliegt bei ihm der Einkommensteuer, aber nicht der zweiten Ebene aus Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Ob Gehalt oder Ausschüttung günstiger ist, hängt vom persönlichen Steuersatz ab. Unterhalb des Spitzensteuersatzes ist das Gehalt meist vorteilhaft, darüber wird die Ausschüttung interessanter.

Die Grenze zieht die verdeckte Gewinnausschüttung. Ist das Gehalt unangemessen hoch, behandelt das Finanzamt den übersteigenden Teil als Ausschüttung — mit der Folge, dass er den Gewinn nicht mindert und trotzdem beim Gesellschafter versteuert wird. Angemessenheit orientiert sich an Größe, Branche und Ertragslage; ein Fremdvergleich ist der Maßstab.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Steuerlast einer GmbH?

Je nach Hebesatz zwischen rund 23 % und 34 % des Gewinns. Bei einem verbreiteten Hebesatz von 400 % sind es rund 30 %.

Hat eine GmbH einen Gewerbesteuerfreibetrag?

Nein. Der Freibetrag von 24.500 € gilt nur für Einzelunternehmen und Personengesellschaften.

Wird die Gewerbesteuer angerechnet?

Bei Kapitalgesellschaften nicht. Die Anrechnung nach § 35 EStG gilt nur für natürliche Personen.

Was kostet eine Ausschüttung zusätzlich?

Beim Gesellschafter fallen 25 % Abgeltungsteuer plus Soli an. Beide Ebenen zusammen ergeben rund 48 %.

Lohnt sich ein Geschäftsführergehalt?

Meist ja, solange es angemessen ist. Ein unangemessen hohes Gehalt gilt als verdeckte Gewinnausschüttung.

Warum ist der Sitz steuerlich relevant?

Weil der Hebesatz von der Gemeinde festgelegt wird und zwischen 200 % und über 500 % liegt — rund elf Prozentpunkte Unterschied.

Werden meine Zahlen gesendet?

Nein, die Berechnung läuft in diesem Tab.