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Deutsche Zitierweise, APA, MLA, Chicago und IEEE aus einem Formular.
Die Grundentscheidung fällt zwischen zwei Systemen, und welches gilt, bestimmt der Lehrstuhl — nicht der Geschmack.
Die deutsche Zitierweise arbeitet mit Fußnoten. Im Text steht eine hochgestellte Ziffer, die vollständige Angabe steht unten auf der Seite. Beim ersten Mal vollständig, danach als Kurzbeleg mit „ebd." oder „a. a. O.". Verbreitet in Geschichte, Philosophie, Germanistik, Theologie und vor allem in der Rechtswissenschaft.
Die amerikanische Zitierweise — auch Harvard-Zitierweise genannt — setzt den Kurzbeleg in Klammern in den Text: (Müller 2024, S. 42). Fußnoten bleiben inhaltlichen Anmerkungen vorbehalten. Verbreitet in Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Praktisch heißt das: Vor dem Schreiben im Merkblatt des Lehrstuhls nachsehen. Viele Fachbereiche haben eigene Vorgaben, die von jedem Standard abweichen — und die gelten dann.
Fünf Systeme, die in Deutschland regelmäßig verlangt werden.
| Stil | Beleg im Text | Typische Fächer |
|---|---|---|
| Deutsche Zitierweise | Fußnote | Jura, Geschichte, Philosophie, Theologie |
| Harvard / APA 7 | (Müller, 2024, S. 42) | Psychologie, Wirtschaft, Sozialwissenschaften |
| MLA 9 | (Müller 42) | Literaturwissenschaft, Sprachen |
| Chicago 17 | Fußnote oder Autor-Jahr | Geschichte, Kunstgeschichte |
| IEEE | [1] | Ingenieurwesen, Informatik |
| DIN ISO 690 | variabel | Bibliothekswesen, teils technische Fächer |
In der Rechtswissenschaft gelten zusätzlich eigene Konventionen: Gesetze werden nicht im Literaturverzeichnis geführt, Kommentare mit Bearbeiternamen zitiert, und Urteile nach Gericht, Datum und Aktenzeichen. Das Werkzeug bietet dafür eine eigene Quellenart an.
Wer eine ältere Vorlage übernimmt, zitiert nach einem überholten Stand.
In APA 7 entfällt der Verlagsort — nur noch der Verlag wird genannt. Bei bis zu zwanzig Autoren werden alle aufgeführt statt nach sieben abzukürzen. „Abgerufen am" entfällt bei stabilen Quellen, und DOIs werden als vollständige Adresse geschrieben.
In MLA 9 gilt weiterhin das Container-Prinzip aus der 8. Auflage, ergänzt um ausführlichere Regeln für Online-Quellen und eine empfohlene Angabe des Zugriffsdatums bei veränderlichen Inhalten.
Bei der deutschen Zitierweise gibt es keine zentrale Instanz und damit keine Auflagen — sie ist eine Tradition mit regionalen und fachlichen Varianten. Genau deshalb ist das Merkblatt des Lehrstuhls hier verbindlicher als jeder Standard.
Er formatiert, was du eingibst. Er prüft nicht, ob es stimmt.
Falsch übernommene Angaben werden korrekt formatiert falsch. Besonders häufig: der Herausgeber statt des Autors bei Sammelbänden, das Jahr der Auflage statt des Originals, und bei Online-Quellen der Seitenname statt der herausgebenden Institution.
Er entscheidet auch nicht, was zitiert werden muss. Die Grenze zwischen eigener Formulierung und Paraphrase, die einen Beleg braucht, ist eine inhaltliche Frage — und die falsche Antwort darauf ist ein Plagiat, unabhängig davon, wie sauber die Quellenangaben formatiert sind.
Und er ersetzt keine Literaturverwaltung. Bei mehr als etwa zwanzig Quellen lohnt Zotero oder Citavi: Sie halten die Angaben konsistent, wechseln den Stil auf Knopfdruck und binden sich in die Textverarbeitung ein.
Für eine Hausarbeit mit zehn Quellen ist ein Generator genau richtig. Für eine Abschlussarbeit ist er ein Werkzeug für den Einzelfall, nicht für das Ganze.
Belege in Fußnoten statt in Klammern im Text. Verbreitet in Jura, Geschichte, Philosophie und Theologie.
Den, den dein Lehrstuhl vorgibt. Das Merkblatt des Fachbereichs gilt vor jedem Standard.
„Ebenda" — dieselbe Quelle wie in der vorhergehenden Fußnote. Bei abweichender Seite mit Seitenangabe.
In der Rechtswissenschaft nicht. Sie werden nur im Text zitiert, Kommentare und Urteile dagegen schon.
Der Verlagsort entfällt, bis zu zwanzig Autoren werden vollständig genannt, DOIs stehen als vollständige Adresse.
Bei wenigen Quellen ja. Ab etwa zwanzig lohnen Zotero oder Citavi wegen Konsistenz und Stilwechsel.