Alle Tools laufen in deinem Browser — deine Dateien verlassen nie dein Gerät.
All tools154

Gesundheit & Zuhause

Bodenbelag berechnen

Bodenbelag mit Verschnitt und Nutzungsklasse.

Was es macht. Dieser Rechner ermittelt den Bedarf an Bodenbelag inklusive Verschnitt. Zwei Angaben entscheiden über die Haltbarkeit: die Nutzungsklasse des Belags und die Trittschalldämmung darunter — letztere ist in Mehrfamilienhäusern nicht optional.
Läuft im BrowserKein UploadKeine AnmeldungFunktioniert offline

So benutzt du Bodenbelag berechnen

  1. Gib die Raumfläche oder die Maße ein.
  2. Wähl die Verlegerichtung und das Format.
  3. Sieh dir Bedarf, Verschnitt und Paketzahl an.

Nutzungsklassen — die Zahl auf der Verpackung

Laminat und Vinyl tragen eine zweistellige Nutzungsklasse, und sie sagt mehr über die Lebensdauer als jede Werbeaussage.

Nutzungsklassen — die Zahl auf der Verpackung
KlasseBereichBeispiel
21Wohnen, mäßigSchlafzimmer
22Wohnen, normalWohnzimmer, Kinderzimmer
23Wohnen, starkFlur, Küche
31Gewerbe, mäßigBüro
32Gewerbe, normalLadenlokal
33Gewerbe, starkVerkaufsraum

Die erste Ziffer nennt den Bereich — 2 für Wohnen, 3 für Gewerbe. Die zweite die Beanspruchung.

Für den Wohnbereich lohnt sich fast immer Klasse 31 oder 32 statt 23. Der Preisunterschied ist gering, die Haltbarkeit deutlich höher, und Flur und Küche sind stärker beansprucht, als die Wohnklassen unterstellen.

Ein Hinweis zur Abriebklasse AC: Sie beschreibt nur die Oberflächenbeständigkeit und ist nicht dasselbe wie die Nutzungsklasse. Beide Angaben stehen meist nebeneinander.

Verschnitt richtig ansetzen

Zu knapp gekauft ist der häufigste Fehler, und Nachkaufen bringt oft eine andere Charge.

Bei rechteckigen Räumen und gerader Verlegung reichen fünf Prozent Zuschlag.

Bei verwinkelten Räumen, Nischen oder Erkern rechne mit zehn Prozent.

Bei diagonaler Verlegung mit fünfzehn Prozent, weil an jeder Wand schräge Schnitte anfallen.

Bei Fischgrät- oder Verbandsmustern eher zwanzig Prozent.

Und rechne in Paketen, nicht in Quadratmetern: Ein Paket deckt eine feste Fläche ab, und du kaufst immer aufgerundet. Ein Paket Reserve für spätere Reparaturen ist sinnvoll — nach ein paar Jahren gibt es das Dekor oft nicht mehr.

Trittschall, Dehnungsfuge und Steuerabzug

Drei Dinge, die nachträglich nicht mehr zu ändern sind.

Die Trittschalldämmung gehört unter jeden schwimmend verlegten Boden. In Mehrfamilienhäusern ist Schallschutz bauordnungsrechtlich geregelt und in der Regel über DIN 4109 eingeführt; die Teilungserklärung oder Hausordnung enthält häufig zusätzliche Anforderungen an den Bodenaufbau. Ein Streit mit Nachbarn über Trittschall ist ein Klassiker, und er endet meist damit, dass der Boden wieder herauskommt.

Die Dehnungsfuge zur Wand ist Pflicht: Laminat und Parkett arbeiten mit der Raumfeuchte. Rechne mit rund einem Zentimeter Abstand ringsum, bei großen Flächen mehr. Ohne Fuge wölbt sich der Boden, und das ist irreparabel.

Ab etwa acht Metern Raumlänge braucht es zusätzlich eine Bewegungsfuge in der Fläche.

Und steuerlich: Lässt du verlegen, sind zwanzig Prozent der Arbeitskosten nach § 35a EStG absetzbar, höchstens 1.200 Euro im Jahr — Material zählt nicht, und Barzahlung schließt den Abzug aus. Lass Material und Arbeitslohn auf der Rechnung trennen.

Häufige Fragen

Wie viel Verschnitt rechne ich?

Fünf Prozent bei geraden Räumen, zehn bei verwinkelten, fünfzehn bei diagonaler Verlegung.

Welche Nutzungsklasse für die Wohnung?

Klasse 31 oder 32 lohnt sich meist. Der Aufpreis ist gering, die Haltbarkeit deutlich höher.

Brauche ich eine Trittschalldämmung?

Unter jedem schwimmenden Boden, und in Mehrfamilienhäusern ist Schallschutz geregelt.

Wie groß muss die Dehnungsfuge sein?

Etwa ein Zentimeter ringsum, bei großen Flächen mehr. Ohne Fuge wölbt sich der Boden.

Kann ich das absetzen?

Zwanzig Prozent der Arbeitskosten nach § 35a EStG, nur bei Überweisung.

Werden meine Daten übertragen?

Nein.