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Gesundheit & Zuhause

Geburtstermin berechnen

Errechneter Termin und die Mutterschutzfristen.

Was es macht. Dieser Rechner ermittelt den voraussichtlichen Geburtstermin nach der Naegele-Regel und daraus die Mutterschutzfristen. Das ist der praktisch wichtigste Teil: Der errechnete Termin bestimmt, wann der gesetzliche Mutterschutz beginnt und endet.
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So benutzt du Geburtstermin berechnen

  1. Gib den ersten Tag deiner letzten Periode ein.
  2. Passe die Zykluslänge an, wenn sie von 28 Tagen abweicht.
  3. Sieh dir Termin, Schwangerschaftswoche und Mutterschutzfristen an.

Die Mutterschutzfristen hängen am errechneten Termin

Das ist der Grund, warum dieses Datum in Deutschland mehr ist als eine Orientierung.

Das Mutterschutzgesetz knüpft die Schutzfristen an den voraussichtlichen Entbindungstermin, den die ärztliche Betreuung bescheinigt.

Sechs Wochen vor dem errechneten Termin beginnt die Schutzfrist. In dieser Zeit darfst du arbeiten, wenn du das ausdrücklich willst, und diese Erklärung jederzeit widerrufen.

Acht Wochen nach der Geburt gilt ein absolutes Beschäftigungsverbot. Darauf kannst du nicht verzichten.

Zwölf Wochen sind es bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und wenn beim Kind innerhalb der ersten acht Wochen eine Behinderung festgestellt wird.

Kommt das Kind später als errechnet, verkürzt sich die Frist danach nicht: Die Tage, die vor der Geburt über die sechs Wochen hinausgehen, werden nicht abgezogen. Kommt es früher, werden die nicht genutzten Tage hinten angehängt.

Die Mutterschutzfristen hängen am errechneten Termin
FallFrist nach der Geburt
Regelfallacht Wochen
Frühgeburtzwölf Wochen
Mehrlingsgeburtzwölf Wochen
Behinderung des Kindes festgestelltzwölf Wochen auf Antrag

Wie der Termin berechnet wird

Die Naegele-Regel ist seit über zweihundert Jahren die Grundlage und rechnet vom ersten Tag der letzten Periode.

Zu diesem Tag werden ein Jahr addiert, drei Monate abgezogen und sieben Tage addiert. Das ergibt rund 280 Tage oder 40 Wochen.

Die Regel unterstellt einen Zyklus von 28 Tagen. Bei längerem oder kürzerem Zyklus verschiebt sich der Termin entsprechend, was dieser Rechner berücksichtigt.

Wichtig für das Verständnis der Schwangerschaftswochen: Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Periode, nicht ab der Empfängnis. In der vierten Schwangerschaftswoche ist der Embryo also etwa zwei Wochen alt. Das verwirrt regelmäßig.

Genauer als jede Rechnung ist die Ultraschallmessung im ersten Drittel. Weicht sie deutlich ab, wird der Termin ärztlich korrigiert — und dann gilt der korrigierte Termin auch für den Mutterschutz.

Nur ein kleiner Teil der Kinder kommt am errechneten Tag. Die allermeisten Geburten liegen in einem Zeitraum von etwa drei Wochen darum herum.

Was du wann brauchst

Ein paar organisatorische Punkte, die an diesen Daten hängen.

Den Mutterpass bekommst du bei der ersten Vorsorgeuntersuchung. Er begleitet die gesamte Schwangerschaft und sollte immer dabei sein.

Teile deiner Arbeitgeberin oder deinem Arbeitgeber die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Termin mit, sobald du bereit bist. Erst dann greifen die Schutzvorschriften — von Arbeitszeitbeschränkungen bis zum Kündigungsschutz, der ab Kenntnis und bis vier Monate nach der Geburt gilt.

Das Mutterschaftsgeld beantragst du bei deiner Krankenkasse, in der Regel mit einer Bescheinigung, die frühestens sieben Wochen vor dem Termin ausgestellt wird.

Elterngeld und Elternzeit sind davon getrennt und werden gesondert beantragt. Die Elternzeit musst du spätestens sieben Wochen vor Beginn schriftlich anmelden.

Diese Seite ist Information und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung. Verbindliche Auskünfte geben deine ärztliche Betreuung, deine Krankenkasse und die zuständige Aufsichtsbehörde.

Häufige Fragen

Wann beginnt der Mutterschutz?

Sechs Wochen vor dem errechneten Termin. In dieser Zeit darfst du arbeiten, wenn du es ausdrücklich willst.

Wie lange dauert er nach der Geburt?

Acht Wochen, bei Früh- und Mehrlingsgeburten zwölf. Darauf kannst du nicht verzichten.

Was passiert, wenn das Kind später kommt?

Die Frist danach verkürzt sich nicht. Die zusätzlichen Tage davor werden nicht abgezogen.

Ab wann wird gezählt?

Ab dem ersten Tag der letzten Periode, nicht ab der Empfängnis.

Wie genau ist der Termin?

Nur wenige Kinder kommen am errechneten Tag. Der Ultraschall im ersten Drittel ist genauer als die Rechnung.

Werden meine Daten übertragen?

Nein, alles wird in dieser Seite berechnet.