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Gesundheit & Zuhause

Taille-Größe-Verhältnis

Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße.

Was es macht. Das Taille-Größe-Verhältnis setzt deinen Taillenumfang ins Verhältnis zu deiner Körpergröße. Für eine einzelne Person sagt es mehr aus als der BMI, weil es berücksichtigt, wo das Fett sitzt — und das ist gesundheitlich entscheidend.
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So benutzt du Taille-Größe-Verhältnis

  1. Miss deinen Taillenumfang auf der bloßen Haut.
  2. Gib ihn zusammen mit deiner Körpergröße ein.
  3. Vergleich das Ergebnis mit der Faustregel.

Die Faustregel: unter der Hälfte

Der Vorteil dieser Kennzahl ist ihre Einfachheit — sie braucht keine Tabelle.

Halte deinen Taillenumfang unter der Hälfte deiner Körpergröße. Bei 175 Zentimetern Größe heißt das ein Taillenumfang unter 87,5 Zentimetern.

Das Verhältnis liegt dann unter 0,5, und dieser Wert gilt geschlechtsunabhängig und weitgehend altersunabhängig als günstig.

Warum das besser funktioniert als der BMI: Der BMI kennt nur Gewicht und Größe und kann nicht unterscheiden, ob jemand muskulös ist oder wo das Fett sitzt.

Bauchfett — genauer das Fett zwischen den Organen — hängt deutlich stärker mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes zusammen als Fett an Hüfte und Oberschenkeln. Genau das erfasst der Taillenumfang und der BMI nicht.

Die Faustregel: unter der Hälfte
VerhältnisEinordnung
unter 0,4sehr schlank, ggf. zu niedrig
0,4 – 0,5günstig
0,5 – 0,6erhöht
über 0,6deutlich erhöht

Richtig messen

Die Messung entscheidet über die Aussagekraft, und sie wird oft falsch gemacht.

Miss auf der bloßen Haut, in der Mitte zwischen der untersten Rippe und dem oberen Rand des Beckenkamms.

Das ist nicht die Höhe des Hosenbunds und in der Regel etwas oberhalb des Bauchnabels.

Miss am Ende einer normalen Ausatmung, ohne den Bauch einzuziehen und ohne das Maßband einzuschneiden.

Am besten morgens, nüchtern, und immer gleich — denn im Verlauf zählt die Vergleichbarkeit mehr als die absolute Genauigkeit.

Alternativ werden auch absolute Grenzwerte genannt, häufig 88 Zentimeter bei Frauen und 102 bei Männern. Sie sind gebräuchlich, berücksichtigen aber die Körpergröße nicht — weshalb das Verhältnis für sehr große oder sehr kleine Menschen besser passt.

Was du damit anfängst

Die Kennzahl ist ein Signal, keine Diagnose.

Ein erhöhter Wert ist ein Anlass, das Thema anzusprechen, nicht ein Befund. Ob daraus ein Handlungsbedarf folgt, hängt von Blutdruck, Blutzucker, Blutfetten und der Familiengeschichte ab.

Bauchumfang reagiert vergleichsweise gut auf Veränderungen bei Ernährung und Bewegung, oft schneller als das Gewicht auf der Waage.

Bei Schwangerschaft ist die Kennzahl nicht anwendbar. Bei Kindern und Jugendlichen gelten eigene Perzentilkurven.

Miss alle paar Monate, nicht täglich. Tagesschwankungen von ein bis zwei Zentimetern sind normal und sagen nichts.

Diese Seite ist Information und kein medizinischer Rat. Bei Auffälligkeiten sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt.

Häufige Fragen

Welcher Wert ist gut?

Unter 0,5 — also Taillenumfang unter der Hälfte der Körpergröße.

Warum ist das besser als der BMI?

Weil es erfasst, wo das Fett sitzt. Bauchfett ist gesundheitlich relevanter als Fett an Hüfte und Beinen.

Wo messe ich genau?

Mittig zwischen unterster Rippe und Beckenkamm, meist etwas über dem Nabel — nicht auf Hosenbundhöhe.

Gilt das für Kinder?

Nein, dort gelten eigene Perzentilkurven.

Wie oft soll ich messen?

Alle paar Monate. Tägliche Schwankungen von ein bis zwei Zentimetern sagen nichts.

Werden meine Daten übertragen?

Nein.