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Entwicklung

Hash bestimmen

Hashtyp anhand des Formats bestimmen.

Was es macht. Dieses Werkzeug bestimmt anhand von Länge und Zeichensatz, welches Hashverfahren einen Wert wahrscheinlich erzeugt hat. Das ist immer eine Wahrscheinlichkeitsaussage, denn viele Verfahren erzeugen gleich lange Werte.
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So benutzt du Hash bestimmen

  1. Füg den Hashwert ein.
  2. Sieh dir die wahrscheinlichen Verfahren an.
  3. Nutz das Ergebnis als Anhaltspunkt, nicht als Beweis.

Woran man Hashes erkennt

Die Länge ist der wichtigste Anhaltspunkt, aber sie ist nicht eindeutig.

Woran man Hashes erkennt
Länge (hex)Wahrscheinliches Verfahren
32 ZeichenMD5, NTLM
40 ZeichenSHA-1
56 ZeichenSHA-224
64 ZeichenSHA-256
96 ZeichenSHA-384
128 ZeichenSHA-512

Ein 32 Zeichen langer Hexwert kann MD5 sein oder NTLM aus der Windows-Welt. Die Länge allein entscheidet das nicht — der Kontext tut es.

Manche Verfahren sind dagegen eindeutig, weil sie ein Präfix mitführen. Ein Wert, der mit $2y$ beginnt, ist bcrypt. $argon2id$ ist Argon2. $6$ deutet auf SHA-512-Crypt hin, wie es in Unix-Systemen verwendet wird.

Diese Präfixe enthalten meist noch den Kostenfaktor und den Salt, was sie sehr gut erkennbar macht.

Bei Base64-kodierten Hashes ändert sich die Länge, und dann hilft die Rückrechnung auf die Bytezahl.

Was das für Passwörter bedeutet

Hier wird die Bestimmung praktisch relevant.

Wenn du in einer Datenbank Passwörter als MD5- oder SHA-1-Werte findest, ist das ein ernstes Problem. Diese Verfahren sind extrem schnell, und genau das macht sie für Passwörter ungeeignet: Eine handelsübliche Grafikkarte probiert Milliarden Kombinationen pro Sekunde durch.

Auch SHA-256 ist als Passwort-Hash ungeeignet, obwohl es kryptografisch nicht gebrochen ist. Der Grund ist derselbe: Es ist zu schnell.

Für Passwörter braucht es absichtlich langsame Verfahren mit einstellbarem Kostenfaktor. Das BSI und die einschlägigen Empfehlungen nennen dafür Argon2, bcrypt und scrypt, sowie PBKDF2 mit hoher Iterationszahl in Umgebungen, wo die anderen nicht verfügbar sind.

Argon2id gilt derzeit als beste Wahl für Neuentwicklungen.

Und ein Salt gehört immer dazu: ein zufälliger Wert pro Passwort, der verhindert, dass gleiche Passwörter gleiche Hashes ergeben und dass vorberechnete Tabellen funktionieren. Die genannten Verfahren erzeugen ihn selbst.

Findest du in einem Bestandssystem MD5-Hashes, ist der übliche Weg: beim nächsten erfolgreichen Login neu hashen und die alten Werte nach und nach ersetzen.

Was ein Hash nicht ist

Ein paar Klarstellungen, die immer wieder nötig sind.

Ein Hash ist keine Verschlüsselung. Er ist nicht umkehrbar — es gibt keinen Schlüssel, mit dem man zurückrechnet.

Trotzdem können schwache Hashes "geknackt" werden, und zwar nicht durch Umkehrung, sondern durch Durchprobieren. Bei kurzen oder häufigen Passwörtern reicht dafür oft ein Nachschlagen in einer vorberechneten Tabelle.

Ein Hash sagt auch nichts über die Länge der ursprünglichen Eingabe: Ein Buchstabe und ein ganzes Buch ergeben denselben Hashwert-Umfang.

Für Dateiprüfsummen sind Hashes dagegen ideal, und dort ist SHA-256 die richtige Wahl. Deutsche Behörden und viele Softwareanbieter veröffentlichen Prüfsummen zu ihren Downloads, damit du die Unversehrtheit prüfen kannst.

Bei einer heruntergeladenen Datei lohnt der Vergleich wirklich — er kostet Sekunden und erkennt sowohl Übertragungsfehler als auch manipulierte Downloads.

Dieses Werkzeug arbeitet lokal in deinem Browser.

Häufige Fragen

Kann man einen Hash sicher bestimmen?

Nur wahrscheinlich. Viele Verfahren erzeugen gleich lange Werte; Präfixe wie $2y$ sind eindeutig.

Sind MD5 und SHA-1 für Passwörter geeignet?

Nein. Sie sind viel zu schnell und lassen sich massenhaft durchprobieren.

Was soll ich für Passwörter nehmen?

Argon2id, bcrypt oder scrypt. PBKDF2 mit hoher Iterationszahl, wenn nichts anderes geht.

Wozu dient ein Salt?

Er verhindert, dass gleiche Passwörter gleiche Hashes ergeben und vorberechnete Tabellen wirken.

Ist ein Hash umkehrbar?

Nein, aber schwache Hashes lassen sich durch Durchprobieren knacken.

Werden meine Daten übertragen?

Nein.