Bilder komprimieren
JPG, PNG und WebP verkleinern, mit Qualitätsregler und Live-Anzeige.
Bild
Text aus Screenshots und Scans holen, in rund 100 Sprachen.
Das hängt fast vollständig von der Vorlage ab, kaum von der Software.
| Vorlage | Typische Genauigkeit | Häufigster Fehler |
|---|---|---|
| Screenshot von Bildschirmtext | 98–99 % | Fast keiner — die Pixel sind schon scharf |
| Flachbettscan mit 300 dpi | 96–99 % | Gelegentliche Verwechslung von l / I / 1 |
| Handyfoto einer gedruckten Seite | 88–95 % | Perspektivische Verzerrung, ungleiche Ausleuchtung |
| Scan mit 150 dpi | 80–90 % | Zeichen unterhalb der nötigen Auflösung |
| Fraktur mit lateinischem Modell | 20–50 % | Selbstbewusster Unsinn statt Fehlermeldung |
Die letzte Zeile ist die gefährlichste. Ein zu schwacher Scan liefert offensichtlichen Müll, den man bemerkt. Fraktur mit dem falschen Modell liefert flüssig lesbare, falsche Wörter — und die übersieht man beim Korrekturlesen.
Alles, was in Deutschland vor etwa 1941 gedruckt wurde, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit in Fraktur. Wer alte Bücher, Kirchenbücher, Zeitungen oder Familienpapiere digitalisiert, trifft unweigerlich darauf.
Das übliche deutsche Modell (deu) ist auf Antiqua trainiert und kennt Fraktur nicht. Es scheitert daran nicht mit einer Fehlermeldung, sondern rät: Das lange ſ wird zu f, das k zu t, das rundes-r zu einem Komma. Aus „Weſen" wird „Wefen", aus „Kraft" wird „Traft". Der Text bleibt lesbar und ist falsch.
Für Fraktur gibt es ein eigenes Modell. Wähl es explizit aus, wenn die Vorlage gebrochene Schrift zeigt — daran erkennbar, dass Großbuchstaben verschnörkelt sind und das kleine s in der Wortmitte wie ein f ohne Querstrich aussieht.
Kurrent und Sütterlin, also die deutschen Handschriften derselben Zeit, sind damit nicht abgedeckt. Handschrift ist für diese Art von OCR grundsätzlich außer Reichweite.
Die Vorlage entscheidet. Fünf Minuten besser scannen bringt mehr als jede Nachbearbeitung.
Nicht direkt — dieses Werkzeug erwartet ein Bild. Der Weg führt über zwei Schritte: erst das PDF in Bilder umwandeln, dann die Bilder durch die Texterkennung schicken.
Ein Hinweis vorab: Viele PDFs enthalten bereits eine Textebene und brauchen gar keine Erkennung. Lässt sich der Text im Betrachter markieren, ist er da — nimm dann das Werkzeug PDF zu Text, das den vorhandenen Text ausliest, statt ihn aus Pixeln neu zu raten. Das ist schneller und exakt statt nur genau.
Nein. Tesseract ist auf Druckschrift trainiert. Kurrent und Sütterlin liegen weit außerhalb dessen, was diese Art von OCR leisten kann.
Nur grob. Zeilen und Absätze bleiben meist, mehrspaltige Seiten und Tabellen laufen dagegen oft ineinander.
Ein bis fünf Sekunden je Seite auf einem normalen Notebook, dazu einmalig der Download des Sprachmodells von etwa 10 bis 15 MB.
Nein. Die Erkennung läuft als WebAssembly in diesem Tab. Nur das Sprachmodell wird geladen, und danach geht es auch offline.
Nur wenn darauf gedruckter Text steht. Handschrift auf dem Whiteboard wird nicht erkannt.
Fast immer die falsche Sprache oder gebrochene Schrift mit lateinischem Modell. Prüf beides, bevor du an der Vorlage zweifelst.
Keine. Seiten werden nacheinander verarbeitet, sodass auch lange Dokumente durchlaufen — sie brauchen entsprechend Zeit.