Brutto-Netto-Rechner
Vom Brutto zum Netto, mit jedem Abzug einzeln ausgewiesen.
Gehalt & Steuern
Was von einer Erhöhung brutto und netto tatsächlich ankommt.
Der Anteil hängt vom Einkommen ab, und zwar nicht gleichmäßig.
| Bruttogehalt | Von 100 € brutto bleiben netto etwa | Warum |
|---|---|---|
| 30.000 € | 58–62 € | Niedriger Grenzsteuersatz, volle Sozialabgaben |
| 50.000 € | 52–56 € | Steigende Progression, volle Sozialabgaben |
| 70.000 € | 50–53 € | Hoher Grenzsteuersatz, Abgaben teils gedeckelt |
| 100.000 € | 52–55 € | Oberhalb beider Bemessungsgrenzen entfallen Beiträge |
Der Verlauf ist nicht monoton: Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen steigt der Nettoanteil wieder leicht, weil auf den übersteigenden Teil keine Sozialbeiträge mehr anfallen. Das ist der einzige Punkt, an dem die deutsche Abgabenkurve flacher wird.
Drei Prozent mehr bei drei Prozent Inflation sind kein Zugewinn, sondern eine Nullrunde mit besserem Gefühl. Real zählt die Differenz.
Dazu kommt die kalte Progression: Steigt das Gehalt nur zum Inflationsausgleich, rutscht man dennoch in einen höheren Grenzsteuersatz, weil der Tarif in Euro definiert ist. Ohne Gegenmaßnahme sinkt das reale Netto trotz nominal gleichbleibender Kaufkraft.
Der Gesetzgeber verschiebt die Tarifeckwerte deshalb regelmäßig — meist jährlich mit dem Existenzminimumbericht. Vollständig ausgeglichen wird die kalte Progression dadurch nicht immer.
Für die Verhandlung heißt das: Die relevante Zahl ist die Erhöhung abzüglich Inflation, netto gerechnet. Eine nominale Erhöhung von vier Prozent bei drei Prozent Inflation ergibt real weniger als ein Prozent — vor Steuern.
Weil vom Brutto nur die Hälfte ankommt, sind steuerbegünstigte Bestandteile oft der wirksamere Hebel — vorausgesetzt, sie passen zum Bedarf.
Verbreitet sind der Sachbezug bis 50 € monatlich, das Deutschlandticket als Jobticket, ein Dienstrad per Gehaltsumwandlung, Zuschüsse zur Kinderbetreuung für nicht schulpflichtige Kinder, sowie betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss.
Der Nachteil ist Bindung: Ein Dienstrad ist kein Gehalt, das man bei einem Wechsel mitnimmt, und Gehaltsumwandlung senkt die Bemessungsgrundlage für Renten- und Arbeitslosengeld. Für ein bis zwei Jahre attraktiv, über zwanzig Jahre nicht unbedingt.
Meist 50 bis 60 Prozent. Der Anteil sinkt mit steigendem Einkommen und steigt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen wieder leicht.
Nein. Der höhere Satz gilt nur für den zusätzlichen Betrag. Es gibt keine Schwelle, an der das Netto fällt.
Ein rein inflationsbedingter Gehaltszuwachs, der in einen höheren Grenzsteuersatz führt und dadurch real Kaufkraft kostet.
Netto oft ja, weil er steuer- und abgabenfrei bleibt. Er senkt aber die Grundlage für Renten- und Arbeitslosengeld.
Rechne mit der Inflation als Untergrenze. Alles darunter ist real eine Kürzung.
Nein, alles bleibt in diesem Tab.