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Vermögensaufbau mit Zinseszins und Steuern.
Das ist der praktisch wichtigste Punkt auf dieser Seite und er kostet dich nichts als fünf Minuten.
Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent, dazu kommen der Solidaritätszuschlag darauf und gegebenenfalls Kirchensteuer. Zusammen liegt die Belastung bei rund 26 bis knapp 28 Prozent.
Der Sparerpauschbetrag stellt jedoch die ersten 1.000 Euro Kapitalerträge pro Person und Jahr steuerfrei, bei zusammen veranlagten Ehepaaren 2.000 Euro.
Und hier ist der Haken: Deine Bank berücksichtigt das nur, wenn du ihr einen Freistellungsauftrag erteilst. Ohne Auftrag führt sie die Steuer ab, obwohl du den Freibetrag hättest.
Du kannst den Freibetrag auf mehrere Banken aufteilen, insgesamt aber nur einmal ausschöpfen. Wer bei drei Instituten Konten hat, sollte ihn also sinnvoll verteilen und die Summe im Blick behalten.
Zu viel gezahlte Steuer holst du dir über die Anlage KAP der Steuererklärung zurück — aber das musst du selbst tun, und viele tun es nie.
Bei ausländischen Depots wird gar keine deutsche Steuer einbehalten; dort bist du selbst verpflichtet, die Erträge zu erklären.
Die Wirkung ist nichtlinear, und das unterschätzen fast alle.
Zinseszins bedeutet, dass die Erträge selbst wieder Erträge erzeugen. In den ersten Jahren passiert wenig, später beschleunigt es sich deutlich.
Als grobe Orientierung dient die Zweiundsiebziger-Regel: Teile 72 durch die Rendite in Prozent, und du bekommst die ungefähre Anzahl Jahre bis zur Verdopplung. Bei 6 Prozent sind das rund zwölf Jahre.
Deshalb ist die Laufzeit der stärkste Hebel — stärker als die Höhe der Sparrate. Zehn Jahre früher anzufangen wirkt oft mehr als die doppelte Rate.
Ein Punkt zur Steuer, der die Rechnung verändert: Bei thesaurierenden Fonds greift in Deutschland die Vorabpauschale, sodass ein Teil der Steuer schon während der Laufzeit anfällt und nicht erst beim Verkauf. Das schmälert den Zinseszinseffekt etwas gegenüber einer vollständig aufgeschobenen Besteuerung.
Und die Kosten: Ein Prozentpunkt laufende Kosten pro Jahr klingt wenig und frisst über dreißig Jahre einen erheblichen Teil des Endvermögens. Kosten sind der einzige Faktor, den du sicher kennst.
Ein Rechner ist nur so gut wie die Annahmen, die du hineinsteckst.
Rechne mit realen, nicht mit nominalen Renditen. Sechs Prozent nominal bei zwei Prozent Inflation sind rund vier Prozent Kaufkraftzuwachs — und nur das zählt für dein späteres Leben.
Nimm keine gleichmäßige Rendite als gegeben. Märkte schwanken, und die Reihenfolge der Jahre ist besonders wichtig, wenn du entnimmst statt einzahlst.
Rechne die Steuer mit ein, aber nicht doppelt: Der Freibetrag deckt bei kleineren Vermögen die Erträge oft vollständig ab, sodass in den ersten Jahren gar keine Steuer anfällt.
Und plane die Sparrate dynamisch. Eine feste Rate über dreißig Jahre verliert real an Gewicht; eine jährliche Anpassung an die Inflation ändert das Ergebnis erheblich.
Diese Seite rechnet und gibt keine Anlageempfehlung. Was für dich sinnvoll ist, hängt von deiner Situation ab.
25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, zusammen rund 26 bis 28 Prozent.
1.000 Euro Kapitalerträge pro Person und Jahr bleiben steuerfrei, bei Ehepaaren 2.000 Euro.
Ohne ihn führt die Bank die Steuer ab, obwohl dir der Freibetrag zusteht.
Grob: 72 geteilt durch die Rendite in Prozent. Bei 6 Prozent rund zwölf Jahre.
Bei thesaurierenden Fonds fällt schon während der Laufzeit ein Teil der Steuer an.
Nein.