Anschreiben-Generator
Bewerbungsanschreiben nach DIN 5008 aufbauen.
Beruf
Tabellarischen Lebenslauf erstellen und als echtes PDF ausgeben.
Der Aufbau ist konventioneller als in vielen anderen Ländern, und Abweichungen fallen auf.
| Abschnitt | Üblich | Anmerkung |
|---|---|---|
| Persönliche Daten | Name, Anschrift, Telefon, E-Mail | Geburtsdatum üblich, aber freiwillig |
| Berufserfahrung | umgekehrt chronologisch | Zeitraum, Arbeitgeber, Ort, Position, Aufgaben |
| Ausbildung | umgekehrt chronologisch | Abschluss, Note bei guten Ergebnissen |
| Kenntnisse | Sprachen mit Niveau, EDV | Sprachniveau nach GER: A1 bis C2 |
| Weiterbildung | relevante Zertifikate | nur berufsbezogene |
| Ort, Datum, Unterschrift | am Ende | zunehmend optional, schadet aber nie |
Nicht mehr üblich sind Angaben zu Familienstand, Religion, Staatsangehörigkeit und den Berufen der Eltern. Sie sind freiwillig, und ihr Weglassen ist inzwischen der Normalfall — das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hat hier deutliche Spuren hinterlassen.
Rechtlich darf niemand ein Foto verlangen. Faktisch ist es in Deutschland weiterhin verbreitet.
Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz von 2006 ist ein Foto freiwillig. Es dient potenziell als Anknüpfungspunkt für Diskriminierung, weshalb manche Unternehmen ausdrücklich darauf verzichten und einige Bewerbungsportale gar kein Feld dafür vorsehen.
In der Praxis erwarten viele Personalabteilungen es dennoch, besonders im Mittelstand und bei Positionen mit Kundenkontakt. Ein Weglassen wird nicht als Fehler gewertet, ein professionelles Foto wirkt aber nach wie vor positiv.
Wenn Foto, dann ein professionelles: gute Ausleuchtung, neutraler Hintergrund, dem Berufsfeld angemessene Kleidung. Ein zugeschnittenes Urlaubsbild oder ein Selfie schadet mehr, als gar kein Foto zu haben.
Bei Bewerbungen ins englischsprachige Ausland gilt das Gegenteil: Dort ist ein Foto unüblich bis unerwünscht, ebenso Geburtsdatum und Familienstand.
Viele größere Unternehmen setzen Bewerbermanagementsysteme ein, die das PDF automatisch auslesen und in Datenfelder überführen. Was dabei nicht erkannt wird, existiert für die erste Sichtung nicht.
Zweispaltige Layouts sind das häufigste Problem: Die Software liest zeilenweise über die ganze Seite und mischt dabei beide Spalten ineinander. Aus einem sauber gestalteten Lebenslauf wird unlesbarer Text.
Ebenso problematisch sind Textfelder in Grafiken, Tabellen mit verbundenen Zellen, Symbolschriften für Kontaktdaten und alles, was als Bild statt als Text vorliegt. Ein aus Canva oder InDesign exportierter Lebenslauf besteht gelegentlich vollständig aus Kurven statt aus Text.
Die Prüfung dauert zehn Sekunden: Öffne dein PDF, markiere alles, kopiere es und füg es in einen Texteditor ein. Kommt lesbarer Text in sinnvoller Reihenfolge heraus, kann die Software damit umgehen. Kommt nichts oder Kauderwelsch, ist der Lebenslauf für die maschinelle Sichtung unbrauchbar.
Zur vollständigen Bewerbung gehören in Deutschland mehr Dokumente als in vielen anderen Ländern.
Üblich sind: Anschreiben, Lebenslauf, das letzte Schul- oder Hochschulzeugnis, sowie Arbeitszeugnisse der bisherigen Stationen. Bei einschlägigen Weiterbildungen die entsprechenden Zertifikate.
Arbeitszeugnisse sind eine deutsche Besonderheit: Es besteht ein gesetzlicher Anspruch darauf, und sie folgen einer eigenen Sprache. Formulierungen wie „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" entsprechen der Note sehr gut, „zu unserer vollen Zufriedenheit" nur der Note gut. Wer ein Zeugnis erhält, sollte es auf diese Codes prüfen, bevor er es der Bewerbung beilegt.
Alles zusammen gehört in eine einzige PDF-Datei in sinnvoller Reihenfolge — Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse. Zehn einzelne Anhänge sind ein zuverlässiger Weg, eine Personalabteilung zu verärgern. Unser Werkzeug zum Zusammenfügen von PDFs erledigt das lokal.
Rechtlich nein, seit dem AGG ist es freiwillig. In der Praxis ist es in Deutschland weiterhin verbreitet und wirkt professionell.
Es ist freiwillig, aber weiterhin üblich. Weglassen ist zulässig und wird zunehmend akzeptiert.
Weil Bewerbermanagementsysteme zeilenweise lesen und zwei Spalten ineinandermischen. Der Inhalt wird dann unlesbar.
Alles markieren, kopieren, in einen Texteditor einfügen. Kommt sinnvoller Text heraus, ist es in Ordnung.
Ein bis zwei Seiten. Bei langer Berufserfahrung sind zwei akzeptiert, drei nur in Ausnahmefällen.
Ja. Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse in einer PDF-Datei, in dieser Reihenfolge.
Nein. Der Lebenslauf entsteht in diesem Tab; gespeichert wird höchstens lokal in deinem Browser.