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Rechner

Rente berechnen

Rentenlücke und Altersvorsorge planen.

Was es macht. Dieser Rechner schätzt deine spätere Rente und die Lücke zu deinem heutigen Bedarf. Wichtig zu wissen: Der Betrag auf deiner Renteninformation ist ein Bruttowert vor Steuern, Krankenversicherung und Inflation.
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So benutzt du Rente berechnen

  1. Gib dein Alter, dein Einkommen und deine bisherigen Rentenpunkte ein.
  2. Ergänze private und betriebliche Vorsorge.
  3. Sieh dir die geschätzte Lücke an.

Das deutsche Rentenpunktesystem

Anders als in vielen Ländern richtet sich die gesetzliche Rente nicht nach deinem letzten Gehalt, sondern nach Punkten.

Wer in einem Jahr genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten verdient, bekommt einen Entgeltpunkt. Das halbe Durchschnittsentgelt ergibt einen halben Punkt, das doppelte zwei — allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Alle Punkte deines Lebens werden addiert und mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert. Der Rentenwert wird jährlich angepasst und ist eine politische Größe.

Daraus folgt etwas Wichtiges: Ein einzelnes gutes Gehaltsjahr bewegt wenig. Was zählt, ist die Summe über vierzig oder fünfundvierzig Jahre.

Der Zugangsfaktor ändert das Ergebnis noch einmal: Wer vorzeitig in Rente geht, bekommt für jeden Monat einen Abschlag; wer länger arbeitet, einen Zuschlag. Diese Abschläge gelten dauerhaft, nicht nur bis zur Regelaltersgrenze.

Die Regelaltersgrenze steigt schrittweise auf 67 Jahre. Für wen genau welches Alter gilt, hängt vom Geburtsjahrgang ab.

Deine tatsächlichen Punkte stehen in der jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Prüf dort auch die Versicherungsverläufe: Lücken durch Studium, Ausland oder frühe Jobs lassen sich oft noch klären, und je später, desto schwieriger.

Warum die Zahl kleiner ist, als sie aussieht

Der Betrag auf der Renteninformation wird regelmäßig falsch verstanden.

Warum die Zahl kleiner ist, als sie aussieht
AbzugWirkung
Kranken- und Pflegeversicherungwird von der Rente einbehalten
EinkommensteuerRenten sind zunehmend voll steuerpflichtig
Inflationmindert die Kaufkraft über Jahrzehnte
Abschläge bei früherem Renteneintrittdauerhaft

Erstens: Es ist ein Bruttowert. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden abgezogen, und die Rente unterliegt der Einkommensteuer. Der Anteil der steuerpflichtigen Rente ist im Zuge der nachgelagerten Besteuerung über die Jahre gestiegen.

Zweitens steht die Prognose meist in heutiger Kaufkraft nur, wenn das ausdrücklich dabeisteht. Über dreißig Jahre halbiert schon eine moderate Inflation die Kaufkraft eines festen Betrags nahezu.

Rechne deshalb konsequent mit realen Werten: heutige Kaufkraft gegen heutigen Bedarf. Alles andere führt in die Irre.

Und plane den Bedarf nicht mit achtzig Prozent des letzten Nettoeinkommens als Faustregel. Manche Kosten fallen weg — Pendeln, Berufskleidung, Sparraten — andere kommen dazu, vor allem Gesundheit und mögliche Pflege.

Die weiteren Schichten

Die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten Menschen nicht, das ist politisch unbestritten.

Die betriebliche Altersvorsorge ist der erste Blick wert. Seit einigen Jahren muss der Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung einen Zuschuss leisten, weil er Sozialabgaben spart. Ohne Arbeitgeberzuschuss lohnt sich die Umwandlung häufig weniger, als sie beworben wird.

Achte dabei auf einen Punkt, der oft untergeht: Die Entgeltumwandlung senkt dein sozialversicherungspflichtiges Entgelt und damit auch deine späteren Rentenpunkte.

Riester und Rürup sind staatlich gefördert, aber unterschiedlich zugeschnitten. Riester lohnt vor allem mit Kinderzulagen und bei geringem Einkommen, Rürup eher bei Selbstständigen mit hoher Steuerlast. Beide sind in der Auszahlungsphase voll zu versteuern.

Der freie Kapitalmarkt bleibt die dritte Schicht, ohne Förderung, dafür flexibel.

Und ein Sonderfall, der viele betrifft: Selbstständige sind in Deutschland überwiegend nicht pflichtversichert und haben oft nur wenige Rentenpunkte. Wer jahrelang selbstständig war, sollte den Versicherungsverlauf besonders genau prüfen.

Diese Seite rechnet und beurteilt nicht. Für die Wahl einer Vorsorgeform hol dir eine unabhängige Beratung — Verbraucherzentrale oder Honorarberatung, nicht die Bank, die das Produkt verkauft.

Häufige Fragen

Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?

Über Entgeltpunkte: ein Punkt je Jahr mit Durchschnittsentgelt, multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert.

Ist der Betrag in der Renteninformation netto?

Nein. Es ist ein Bruttowert vor Kranken- und Pflegeversicherung und vor Steuern.

Was kostet ein früherer Renteneintritt?

Einen Abschlag je Monat, und dieser Abschlag gilt dauerhaft.

Lohnt sich Entgeltumwandlung?

Vor allem mit Arbeitgeberzuschuss. Sie senkt allerdings auch deine späteren Rentenpunkte.

Was gilt für Selbstständige?

Sie sind meist nicht pflichtversichert und haben oft wenige Punkte. Versicherungsverlauf genau prüfen.

Werden meine Daten übertragen?

Nein, alles wird in dieser Seite berechnet.