Wörter- und Zeichenzähler
Wörter, Zeichen, Sätze und Lesezeit — live beim Tippen.
Text
Überschriften in saubere URL-Kurznamen umwandeln, mit ae statt a.
Das ist der Punkt, an dem internationale Werkzeuge bei deutschen Texten falsch liegen — und zwar durchgehend.
Der übliche Ansatz ist die Unicode-Zerlegung: Ein „ä" wird in „a" plus Trema zerlegt, das Trema entfernt, und übrig bleibt „a". Für Französisch ist das richtig — „café" wird zu „cafe", genau wie erwartet.
Im Deutschen ist es falsch. Der Umlaut ist kein Akzent auf einem Buchstaben, sondern historisch ein hochgestelltes e. Die korrekte Umschrift lautet deshalb ae, oe, ue — und ss für das ß.
| Wort | Falsch (Diakritika entfernt) | Richtig (deutsche Umschrift) |
|---|---|---|
| Grüße | gruse | gruesse |
| Übersicht | ubersicht | uebersicht |
| Größe ändern | grose-andern | groesse-aendern |
| Maßnahme | manahme | massnahme |
| Fußball | fuball | fussball |
| Für Anfänger | fur-anfanger | fuer-anfaenger |
Die mittlere Spalte ist nicht theoretisch — so sehen Slugs auf zahllosen deutschen Websites aus, die ein englisches Werkzeug oder ein CMS mit englischer Voreinstellung verwenden. Ein deutscher Leser liest „gruse" als Tippfehler, und die Adresse wird beim Vorlesen oder Abtippen unbrauchbar.
Technisch möglich, praktisch selten sinnvoll.
Eine Adresse wie /für-anfänger/ funktioniert in jedem aktuellen Browser. Übertragen wird sie prozentkodiert als /f%C3%BCr-anf%C3%A4nger/, und genau in dieser Form taucht sie überall dort auf, wo Adressen weiterverarbeitet werden: in Serverprotokollen, in Analysewerkzeugen, in E-Mails, in Chatnachrichten.
Dort ist sie unleserlich. Ein Link, den jemand in einer Nachricht teilt, sieht dann nach Zeichensalat aus statt nach einer Adresse.
Dazu kommen ältere Systeme, die damit nicht umgehen: manche Newsletter-Werkzeuge, einige Content-Management-Systeme und ein Teil der Weiterleitungsregeln in Serverkonfigurationen.
Die Umschrift ist deshalb die robustere Wahl. Sie kostet nichts an Verständlichkeit — „fuer-anfaenger" liest sich für jeden Deutschsprachigen problemlos.
Kurz, lesbar, stabil — in dieser Reihenfolge.
Drei bis fünf Wörter reichen. Der Slug soll den Inhalt erkennbar machen, nicht den Titel wiederholen. Aus „Die zehn besten Methoden, um im Jahr 2026 ein PDF zu verkleinern" wird „pdf-verkleinern", nicht „die-zehn-besten-methoden-um-im-jahr-2026-ein-pdf-zu-verkleinern".
Füllwörter — der, die, und, für, mit — können weg, solange der Slug lesbar bleibt. „pdf-fuer-anfaenger" ist besser als „pdf-anfaenger", wenn die Präposition die Bedeutung trägt.
Jahreszahlen sind eine Falle: Ein Slug mit „2026" veraltet in zwölf Monaten, und ihn zu ändern kostet die aufgebaute Sichtbarkeit. Die Jahreszahl gehört in den Titel, wo sie sich gefahrlos aktualisieren lässt, nicht in die Adresse.
Und die wichtigste Regel: Ein einmal veröffentlichter Slug wird nicht mehr geändert. Wenn doch, muss eine dauerhafte Weiterleitung eingerichtet werden, sonst verlieren alle bestehenden Links ins Leere.
Kleinbuchstaben, Ziffern und Bindestriche. Mehr braucht es nicht, und mehr sollte es nicht sein.
Bindestrich statt Unterstrich: Suchmaschinen behandeln den Bindestrich als Worttrenner, den Unterstrich historisch als Wortbestandteil. „pdf_verkleinern" kann als ein Wort gelesen werden, „pdf-verkleinern" als zwei.
Keine Großbuchstaben, weil Pfade auf den meisten Servern schreibungsabhängig sind — /PDF-Verkleinern/ und /pdf-verkleinern/ wären zwei Adressen mit gleichem Inhalt, also ein Dublettenproblem.
Keine Leerzeichen, die zu %20 werden. Keine Punkte, weil sie als Dateiendung gelesen werden können. Und keine mehrfachen Bindestriche hintereinander, die entstehen, wenn Satzzeichen entfernt werden.
Im Deutschen ae. Der Umlaut ist historisch ein hochgestelltes e, kein Akzent — „Grüße" wird zu „gruesse".
Es wird zu ss. „Maßnahme" ergibt „massnahme".
Technisch ja. Praktisch besser nicht, weil sie in Protokollen und beim Teilen als Prozentkodierung erscheinen.
Bindestrich. Suchmaschinen behandeln ihn als Worttrenner, den Unterstrich nicht zuverlässig.
Drei bis fünf Wörter. Er soll den Inhalt erkennbar machen, nicht den Titel wiederholen.
Nur mit dauerhafter Weiterleitung. Sonst laufen alle bestehenden Links ins Leere.